Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, die keine Pausen duldet und Schwäche oft als Versagen deutet. In diesem ständigen Wettlauf gegen die Zeit suchen viele Menschen nach einem Ausweg, einer helfenden Hand, die das Chaos ordnet und Gedanken in Worte fasst. Wenn man sich in Foren umhört oder im Bekanntenkreis vorsichtig nachfragt, stößt man immer öfter auf ghostwriter erfahrungen, die von enormer Erleichterung, aber auch von tief sitzender Unsicherheit geprägt sind. Es ist ein Thema, über das nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen wird, begleitet von der nagenden Frage nach der Legalität.
Dabei ist das Bedürfnis nach Unterstützung zutiefst menschlich und verständlich. Doch sobald Geld für akademische oder literarische Texte fließt, schrillen bei den meisten sofort die Alarmglocken. Man fühlt sich wie ein Hochstapler, der auf einem schmalen Grat wandert. Aber ist dieses Gefühl der Illegalität überhaupt berechtigt, oder ist es ein Produkt gesellschaftlicher Tabus? Um diese innere Unruhe zu stillen, müssen wir das juristische Dickicht lichten und verstehen, was in Deutschland tatsächlich erlaubt ist.
